Leserbrief zum Thema Brandschutz

Es zählt, dass man weiss, was zu tun ist.   (im ZO am 22. Januar 2026)

Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat uns allen schmerzlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, in einem Brandfall – gleich welcher Grössenordnung – richtig zu reagieren.

Wir Zürcherinnen und Zürcher können uns glücklich schätzen, dass wir mit der GVZ, der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich, eine obligatorische Gebäudeversicherung haben und zwar bereits seit 1808. Im Kanton Zürich sind somit Feuer- und Elementarschäden, beschränkt auch Erdbebenschäden, versichert und dies zu den günstigsten Prämien.

Doch Versicherung allein genügt nicht. Im Brandfall entscheidet Wissen. Wer den Flashover-Effekt kennt, den Moment, in dem sich ein Raum innert Sekunden explosionsartig entzündet, weiss, dass Zögern Leben kosten kann.

Prävention gehört zu den Kernaufgaben der Kantonalen Gebäudeversicherung. Die GVZ bietet altersgerechte, spielerische und sogar auf den Lehrplan 21 ausgerichtete Präventionsprogramme an für den Kindergarten wie auch für Kinder von der 1. bis 6. Klasse. Die entsprechenden Programme lassen sich unkompliziert in den Unterricht einbauen.

Sinnvollerweise wird dieses Wissen durch regelmässige Sicherheitsübungen ergänzt:
Wo befinden sich die Notausgänge und Feuerlöscher? Wie verlässt man ein Schulzimmer und ein Schulhaus ruhig, aber zügig? Und wo ist der Sammelpunkt im Freien? Klar eingeübte Abläufe schaffen Sicherheit. Dies alles mit dem Ziel, dass im Ernstfall nicht zuerst reflexartig die Smartphones gezückt werden!

Als Mitglied der Aufsichtskommission für wirtschaftliche Unternehmen, zu der auch die GVZ gehört, sehe ich aus erster Hand, wie viel die GVZ neben dem Bereich Versicherung auf dem Gebiet Prävention und Brandschutz leistet und bin sehr dankbar dafür.

Andrea Grossen-Aerni, Kantonsrätin