Lehrpersonen wirklich entlasten

Es gibt wohl keine bessere Investition als diejenige in die nächste Generation – von dieser Überzeugung lässt sich die EVP in der Bildungspolitik stets leiten. Wir unterstützten die längst überfälligen Verbesserungen des Berufsauftrages. Zu den wichtigsten gehören die Stärkung der Klassenlehrpersonen und die Erhöhung des Lektionenfaktors aller Lehrpersonen. Guter Unterricht für unsere Kinder und Jugendlichen braucht Lehrpersonen, die Zeit für sie haben – und nicht ächzend und ausgepowert 8 Wochen unbezahlte Überzeit pro Jahr leisten, wie das heute der Fall ist. Kern der Kantonsratsvorlage:  Stärkung der Klassenlehrpersonen und Erhöhung des  Lektionenfaktors für alle Lehrpersonen. Zur Erinnerung: Durchschnittlich 8 Wochen unbezahlte Überzeit leisten unsere Lehrpersonen pro Jahr – und eigentlich wäre wohl eine Erhöhung des Lektionenfaktors von 58 auf 62 dran. In die Vernehmlassung ging die Regierung dann mit einer Erhöhung des Lektionenfaktors von 58 auf 60 – und sie bekam Zustimmung von der grossen Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden. Unverständlich daher, dass in der vorliegenden Gesetzesänderung jegliche Erhöhung des Lektionenfaktors fehlte. Die Kommissionsmehrheit hatte  nachgebessert und  eine Erhöhung des Lektionenfaktors von 58 auf 59 vorgescchlagen – als Minimalkompromiss, als EVP hätten wir eigentlich mehr gewollt, aber das war nicht mehrheitsfähig. Zur Stärkung der Klassenlehrpersonen setzte sich die EVP für eine Erhöhung der Pauschale von 100 auf 160 Stunden vor – auch dies ein gutschweizerischer Kompromiss – und vor allem ein Signal: Wir investieren in die Bildung der nächsten Generation! Es gibt wohl keine bessere Investition als diejenige in die nächste Generation – und zu einer guten Schule gehören nicht nur gute Lehrpersonen, sondern auch gute Schulführungen! Die  EVP unterstütze die Änderung der Lehrpersonalverordnung, die die Regierung vorlegte. Sie enthält drei Elemente: Die Ressourcen der Schulleitungen sollen um 30% erhöht werden, Schulleitungen werden in eine neue Lohnkategorie eingeteilt und Lehrpersonen in der Berufseinführung erhalten zusätzliche Ressourcen. Alle drei Elemente sind sinnvoll, wichtig und zielführend für eine gute Schule. Das ist eine Investition in die  Zukunft Auf die Änderung des Lehrpersonalgesetzes (Vorlage 5966) wurde im Kantonsrat mit 98:74 Stimmen Eintreten beschlossen, der Stärkung der Klassenlehrpersonen (160 Stunden) und dem Lektionenfaktor (59) wurde mit 88 Stimmen zugestimmt, die Lehrpersonalverordnung (Vorlage 5967) wurde mit 65:106 Stimmen nicht genehmigt.