Von Hasen und Schutz, Eier und Hoffnung

Leserbrief im ZO, 1. April 2026

In ein paar Tagen ist Ostern. Überall liegen bunte Eier, und irgendwo im Garten hat der Osterhase etwas versteckt. Aber warum eigentlich?

Schon lange vor Ostern feierten jüdische Menschen ein wichtiges Fest: Pessach. Dabei erinnern sie sich daran, wie Gott sie aus der Sklaverei befreit hat. Es geht also um Freiheit und darum, dass Gott Menschen hilft. Später feierten Christen Ostern. Auch hier geht es um etwas ganz Ähnliches: um neues Leben und Hoffnung.

Und der Hase? In alten Geschichten steht ein kleines Tier, das sich zwischen Felsen versteckt, für einen Menschen, der Schutz sucht. So wurde der Hase zu einem Bild für Menschen, die bei Gott Geborgenheit finden. Stell dir also einen Hasen vor, der sich sicher in einer Felsnische einkuschelt.

Und die Eier? Früher brachten Menschen Eier als Abgabe. Ein rotes Ei zeigte: Alles ist bezahlt, die Schuld ist weg. Wie ein Neuanfang! Genau das passt zu Ostern: Neues Leben beginnt.

Längst ist Ostern weit über den christlichen Glauben hinaus ein wichtiger Feiertag geworden: Zwei zusätzliche Freitage, vielleicht auswärts, dieses Jahr mit herrlicher Schneepracht in den Bergen oder bei frühlingshaften Temperaturen im Süden. Ich wünsche unserer Welt voller Kriege und unserer Gesellschaft voller Zukunftsangst, dass wir beim Osterhasen und beim Osterei daran denken, dass beides von Hoffnung, von Schutz und einem neuen Start in eine gute Zukunft erzählt.