Jugendliche sollen im Parlament Wetzikon die Möglichkeit erhalten, ihre Anliegen einzubringen – Leserbrief

Leserbrief am 2.6.2021 im Zürcher Oberländer erschienen

Beteiligung der Jugend?

Jugendliche wollen sich aktiv am Wohnort beteiligen und mitbestimmen – mit dem Jugendvorstoss ist die Stadt Wetzikon auf gutem Weg.

In der Studie von Unicef und dem Institut für Soziale Arbeit und Räume (IFSAR) wurden vom Nov. 2019 bis Juni 2020 1715 Kinder und Jugendliche zu ihrer Lebenssituation befragt. Die Ergebnisse sind sehr spannend und beziehen sich auf Familie, Freizeit, Schule und Wohnort.

Vor allem bei den Mitsprache- und Entscheidungsmöglichkeiten am Wohnort werden wir herausgefordert. Kinder und Jugendliche sehen Handlungsbedarf bei der politischen Mitbestimmung am Wohnort. Sie möchten sich mit ihrem Wohnort identifizieren, dazu gehören und ihr nahes Umfeld aktiv mitgestalten. Darüber können wir uns eigentlich nur freuen. Wir wünschen uns doch alle Bürgerinnen und Bürger, die für das Gemeinwohl denken und sich auch dafür einsetzen.

Die neue Gemeindeordnung der Stadt Wetzikon, über die wir am 13. Juni abstimmen, führt neu einen Jugendvorstoss ein. Mit diesem Instrument können die Jugendlichen aktiv ihre Stimme in die Politik einbringen. Der Vorstoss kommt zuerst ins Parlament, das in der Folge entscheidet, ob der Vorstoss an den Stadtrat überwiesen wird.

Die Ergebnisse der Studien bestätigen, dass die Stadt Wetzikon mit dem Jugendvorstoss auf gutem Weg ist. So nehmen wir die Jugendlichen ernst und geben ihnen die Möglichkeit unsere Stadt mitprägen zu können.

Andrea Grossen-Aerni, Gemeinderätin EVP Wetzikon